Supermarkt-Spirituosen im Test

Im Test: Octomore 7.3 5 Jahre (63% Alk.) (PPM: 169)

Octomore 07.3

Die Octomores, eine Reihe von Ausnahmewhiskys. So gut wie alles ist an einem Octomore außergewöhnlich. Die Rauchigkeit, der Hype und der Preis.

Ein Octomore ist ein Islay Whisky, wird also auf der Insel Islay gebrannt. Verantwortlich dafür ist die Destillerie Bruichladdich. Nach der Destillation, für welche nur gemälzte Gerste genommen wird, wird er wie alle Whiskys in Eichenfässern gelagert. Welche genau das sind, das hängt allerdings vom jeweiligen Whisky ab. Dieser Octomore 7.3 hier lagerte in Ex-Bourbonfässern und Rotweinfässern aus dem spanischen Weinbaugebiet Ribera del Duero.
Jetzt kommen die außergewöhnlichen Fakten: Er wurde mit 63% Alkohol abgefüllt, lagerte lediglich für eine Dauer von 5 Jahren, ist einer der rauchigsten Whiskys der Welt und kostet fast 200€.

Im Internet wird er schon als einer der besten Whiskys aller Zeiten gefeiert. Ich bin echt erstaunt, wie die Destillerie Bruichladdich diesen Whisky mit diesem geringem Alter und diesem hohen Preis erfolgreich am Markt positionieren konnte. Anscheinend zählt wirklich nur Qualität, zumindest hoffe ich das.

Verkostung des Octomore 7.3

Auch wenn man es vielleicht anders erwartet, aber der Octomore 7.3 ist bei weitem nicht so phenolisch wie ein Ardbeg oder Laphroaig 10. Denn je torfiger ein Whisky ist, desto süßer wird er. Diese Abfüllung vor mir wurde ursprünglich mit dem vierfachen Torfgehalt eines Laphroaigs destilliert. Das ist schon eine Hausnummer für sich.
Aus dem Glas steigt ein wunderbarer Geruch nach süßem Torf, Gebäck, Teig, Hefe, Salz, Butter und natürlich Rauch auf. Viel Rauch. Man kann Stunden mit diesem Whisky verbringen, ohne einen Schluck zu nehmen. Trotz der beachtlichen 63% merkt man keinen Alkoholgeruch in der Nase.
Im Geschmack ist er sehr kräftig, die 63% Alkohol sind halt sehr scharf. Auch im Mund behält er den komplexen Geschmack bei. Man braucht viel Zeit, um sich diesem Whisky angemessen zu widmen.

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