Supermarkt-Spirituosen im Test

Im Test: Calvados Château du Breuil V.S.O.P.

Calvados Château du Breuil VSOP

Denkt mal an Frankreich und etwas zu Trinken. Was fällt einem da ein? Weine aus Bordeaux, Burgund und Sauternes, sowie natürlich aus der Champagne. Dann brennen sie noch Cognac und etwas unbekannter Armagnac. Und im Norden? Da brennen sie Calvados! Und den Calvados Château du Breuil V.S.O.P. habe ich heute verkostet.

Bevor Calvados gebrannt werden kann, muss zuerst das Ausgansmaterial hergestellt werden, und zwar Cidre. Cidre ist ein aus vergorenen Äpfeln gewonnener Apfelwein; Calvados ist also schlussendlich ein Apfelbrand. Cidre aus Frankreich kann man sogar hier in Deutschland kaufen, aber verwechselt es bitte nicht mit „Cider“. In Amerika bezeichnet Cider einfach Apfelsaft, in Europa bekommt man unter dem Namen ein alkoholisches Getränk, welches aber dennoch eher an Apfelschorle erinnert.

Französischer Cidre hat einen eigenen, charakteristischen und oft etwas herberen Geschmack. Natürlich gibt es auch süßen Apfelwein, ich persönlich tendiere aber deutlich zu der trockenen und dadurch auch etwas alkoholhaltigeren Version. Probiert euch mal durch, aber achtet darauf, dass der Cidre wirklich aus Frankreich stammt.

Wenn man diesen Cidre nun brennt, erhält man einen klaren Brand, aber noch keinen Calvados. Damit sich das Ergebnis Calvados nennen darf, muss der er zuvor noch in Holzfässern ausgebaut werden. Dasselbe Prinzip findet man auch beim Whisky. Nur wird Whisky eben aus Getreide und der Calvados aus Äpfeln und manchmal sogar aus Birnen gebrannt.

Der Château du Breuil V.S.O.P. lagerte für 4 Jahre in solchen Fässern, bevor er trinkreif und auf 40% Alkohol verdünnt in den Handel kam. Etwas über 20€ muss man für eine Flasche ausgeben, dafür bekommt man folgendes geboten.

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Im Test: Weintraubenbrand von Andreas Hecker

Weintraubenbrand von Andreas Hecker

Als bekennender Spirituosenfreund freue ich mich natürlich immer riesig, wenn jemand an mich denkt und mir etwas mitbringt. Wenn das dann auch noch aus einer kleinen familiengeführten Kleinstbrennerei stammt, freue ich mich umso mehr. Ich habe hohen Respekt vor den Leuten, die an der Brennblase stehen und die Kunst des Brennens beherrschen. Und solch ein Resultat habe ich heute stehen: Ein Weintraubenbrand (man bemerke das ist kein Weinbrand!) von Andreas Hecker aus einer kleinen Brennerei im Schwarzwald.

Ich selber war leider nicht vor Ort, daher kann ich zur Brennerei nicht viel sagen. Auch die Informationssuche im Internet war nicht vom Erfolg gekrönt. Ich habe auch keine Webseite oder ähnliches gefunden. Allerdings wurden einige Brände von dem Verband Badischer Klein- und Obstbrenner prämiert. Das spricht doch erst mal für die generelle Qualität, nicht wahr?

Was außerdem für diesen Brand spricht ist sein Preis und das Alkoholvolumen. 45% Alkohol wurde ihm spendiert, und das für gerade mal 7€ der halbe Liter. Das ist wirklich günstig und die 45% sollten für einigen Geschmack sorgen. Schmecken wir doch also mal rein.

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Im Test: Schlitzer Williamsbirnenbrand

Schlitzer Williamsbirnenbrand

Die heutige Flasche habe ich nicht nur wegen ihres Inhalts geöffnet (auch wenn ihr Vorgänger endlich alle ist), sondern mich interessieren auch die Leute, die dahinter stehen. Denn die Schlitzer Destillerie ist die vermutlich älteste Brennerei Deutschlands, gegründet 1585. Das ist doch mal ne Ansage, da können sich sogar die Schotten und Iren warm anziehen. Mit so einer langen Firmengeschichte will man eigentlich hoffen, dass sie es drauf haben, oder nicht?

Ich habe mich für was klassisches, „langweiliges“ entschieden, einen Williams-Christ-Birnenbrand. 15€ kostet der halbe Liter im Onlineshop der Brennerei, 40% Alkohol bekommt man spendiert.

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Im Test: Lidl Schwarzwälder Birnenlikör (Williamsbirne)

Lidl Schwarzwälder Birnenlikör (Williamsbirne)

Ich hab bisher selten bei Lidl eine hochwertige Sprituose gekauft. Nette Ausnahme war der Mirabellenbrand von letzter Woche (Artikel über Ben Bracken folgen noch!). Heute habe ich einen Birnenlikör von Lidl im Glas. Hergestellt aus Williams-Christ-Birnen von der Elztal-Brennerei Georg Weis im Schwarzwald. Ja, genau, die selben, die auch diesen Birnenbrand hergestellt haben. Der Brand war mäßig okay, vielleicht können sie Liköre besser?

Im Glas fällt zuerst die Farbe auf, die scheint nämlich echt zu sein. Zumindest fehlt der (verpflichtende!) Hinweis auf Farbstoff. Das Flaschenlabel suggeriert, hier wurden echte Früchte mit „aromatischen Destillaten“ vermengt, also könnte die Farbe tatsächlich natürlichen Ursprungs sein. Was wir nicht erfahren ist, was für Destillate das waren, ob es tatsächlich ein Birnenbrand war und ob noch weitere Zutaten benutzt worden sind, so vermuten wir das Schlimmste. Immerhin den Alkoholgehalt wissen wir, 20% wurden uns spendiert. Lidl verkauft die Halb-Liter-Flasche für 6€.

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Im Test: Lidl Goldhauch Alter Mirabellenbrand

Goldhauch Alter Mirabellenbrand

Eine langwierige Erkältung hält mich gefangen und ist Schuld für die geringe Blogfrequenz. Vielleicht helfen ja Vitamine, also gleich mal diesen Mirabellenbrand geköpft. Das Steinobst wurde vom Baum geschüttelt, klein geschlagen, eingemaischt und dann gebrannt, wobei der Kern in der Maische verbleiben kann. Die Mirabelle als eine Unterart der Pflaume hat Tradition in der Brennerlandschaft. Man kann einen Mirabellenbrand auch bei vielen kleinen Obstdestillen finden, dieser hier jedoch ist vom Discounter.

Verantwortlich für diesen Brand ist die Brennerei Bimmerle aus dem Schwarzwald, welche unter der Marke „Goldhauch“ Spirituosen für Lidl abfüllt. Im Anschluss des Brennvorgangs wurde der Mirabellenbrand für 6 Jahre in Steingut- oder Stahltanks gelagert, in der Hoffnung, dass er dadurch etwas milder wird. Mit 40% Alkohol wurde er schlussendlich in die Flaschen gefüllt und bei Lidl für sehr günstige 7€ ins Regal* gestellt. Die Flasche fasst einen halben Liter. Kann der was taugen?

* Im Onlineshop ist er etwas teurer und das Angebot in der Filiale war nur zeitlich beschränkt.

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