Supermarkt-Spirituosen im Test

Im Test: Pallini Limoncello (26% Alk.)

Pallini Limoncello

Ich hab vor kurzem den Limoncino Originale di Sorrento probiert, nun kann ich diesen gegen den Pallini Limoncello verkosten.
Der Limoncino Originale di Sorrento kommt mit 30% Alkohol in der Flasche aus dem Onlinehandel von Lidl, der Pallini Limoncello wird vom Familienunternehmen Pallini aus Italien mit 26% Alkohol verschifft.
Wie Limoncelli hergestellt werden, habe ich im obig verlinkten Artikel kurz angerissen.

Verkostung des Pallini Limoncello

Gefärbt wird mit E102, Tartrazin, daher kommt dieser Limoncello mit einem hellen Zitronengelb ins Glas.

In der Nase habe ich das frische Prickeln von Zitronen. Dazu eine ganz minimale Bitterkeit von der Schale und eine Süße, die an nimm2-Bonbons erinnert. Das ergibt zusammen einen natürlichen Geruch nach Zitronenschalen. Den Alkohol kann man erahnen. Man riecht ihn zwar nicht, aber nimmt ihn trotzdem war.
Im Vergleich zum Limoncino Originale di Sorrento gibt es eine deutliche Verschiebung in Richtung Süße und weg von der Säure. Diese kommt nur unterschwellig durch. Insgesamt ist der Pallini Limoncello wesentlich milder in der Nase als sein Konkurrent von Lidl. Er kommt bei weitem nicht so kraftvoll herüber, vielleicht ist das den fehlenden 4% Alkohol geschuldet.

Im Antrunk ist er süß, süß und süß. Dann prickelt ein bisschen der Alkohol und die Zitronensäure kommt langsam durch. Je länger man ihm im Mund behält, desto saurer wird er. Der Limoncello schmeckt nach Zitronenschalen, das muss man mögen. Gegen Ende hin weichen die Schalen dann langsam zum Geschmack von Nimm2-Bonbons hin.

Es gibt kein Brennen und kein Beißen zu spüren. Besonders intensiv ist er aber auch nicht im Mund. Leider ist auch der Abgang eher kurz. Für mehr Power reichen die 26% Alkohol dann doch nicht aus.

Fazit

Der Limoncello von Pallini ist ein süßer Likör, der eher weniger Wert auf die Säure als auf die Süße der Zitronen legt. Besonders gefällt mir diese Frische im Mund, die direkt nach dem Schlucken bleibt. Der Übergang zu Bonbons danach ist dann wohl Geschmackssache.

Im Gegensatz zum Limoncino Originale di Sorrento ist er weitaus milder, gefälliger und wird dadurch wahrscheinlich den meisten Menschen eher gefallen. Dadurch ist er auch gut als Geschenk geeignet. Ich allerdings mag die Power des anderen Limoncellos mehr, aber das ist nur mein Geschmack. Denn der hat dadurch auch wesentlich mehr Kanten und Ecken als dieser hier.

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