Supermarkt-Spirituosen im Test

Im Test: Champagner Pommery Brut Royale

Champagner Pommery Brut Royal

In keinem Monat wird in Deutschland soviel Champagner getrunken wie im Winter. Jetzt im Sommer sieht es dagegen eher mau aus. Unverständlich für mich, denn dabei glänzen manche Schaumweine gerade in den wärmeren Zeiten. Überbrücken wir also die Lücke bis zum Winter und gießen uns ein Gläschen solch eines Champagners ein, den Pommery Brut Royale.

Das Champagner-Haus Pommery gibt es schon seit über 150 Jahren und sie rühmen sich damit, den „Brut“-Style erfunden zu haben. Brut bedeutet, dass im Endprodukt zusammen mit der Dosage nur 12g Zucker pro Liter vorhanden sein dürfen. Der Champagner ist also trocken und Pommery waren die ersten, die trockenen Champagner verkauft haben. Nun gut, heutzutage sind Brut-Champagner eher die Regel als die Ausnahme.

Ich habe hier das Flagschiff und die Einsteigerversion der Pommery-Champagner auf dem Tisch. Er ist eine Assemblage aus je einem Teil Chardonnay-Trauben, Spätburgunder (Pinot Noir) und Schwarzriesling (Pinot Meunier). Eine Flasche davon geht für relativ günstige 30-35€ über den Tisch.

Verkostung des Champagner Pommery Brut Royale

Die erste Überraschung passiert direkt in der Nase. Der Champagner wirkt frisch und fruchtig. Ich entdecke Aromen von frisch angeschnittener Ananas und ein Hauch von Orangen. Dazu der typische Geruch von Hefe, frischem Teig und Brioche. Abgerundet wird das Bouquet durch Weihnachtsgewürze wie Mandeln und grüner Kardamom. Toll, gefällt mir schon mal gut!

Im Geschmack geben vor allem die Ananas, jetzt richtig saftig und durchgereift, aber auch helle Früchte wie Aprikosen und Äpfel das Tempo an. Am Tisch fiel das Wort „Ananas-Bowle“. Dazu etwas würziger Aromen, die von der langen Lagerung sprechen. Ich finde hier vor allem schwarze Johannisbeeren und Noten von gelagertem Portwein. Die Hefe ist natürlich auch im Geschmack präsent. Die Perlen sind klein und fein. Die Säure wirkt spritzig und belebend und bildet den perfekten Kontrapunkt zur angenehmen Süße.

Der Abgang kommt mir leicht mineralisch vor, hier schlagen wohl die Chardonnay-Trauben durch.

Fazit

Ich bin begeistert. Der Champagner ist wunderbar ausgewogen zwischen einer fruchtigen Süße und einer spritzigen Säure, die den Schampus herrlich belebend wirken lässt. Er ist quasi prädestiniert als Sommer-Champagner für den lauen Abend auf der Terrasse.

Auf jeden Fall muss man ein Faible für fruchtigen Wein haben. Wer etwas ernsteres sucht, der sollte sich mal mit dem Taittinger näher beschäftigen. Für mich war der Pommery definitiv eine Entdeckung und eine Überraschung gleichermaßen. Klare Empfehlung meinerseits!

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