Supermarkt-Spirituosen im Test

Im Test: Weintraubenbrand von Andreas Hecker

Weintraubenbrand von Andreas Hecker

Als bekennender Spirituosenfreund freue ich mich natürlich immer riesig, wenn jemand an mich denkt und mir etwas mitbringt. Wenn das dann auch noch aus einer kleinen familiengeführten Kleinstbrennerei stammt, freue ich mich umso mehr. Ich habe hohen Respekt vor den Leuten, die an der Brennblase stehen und die Kunst des Brennens beherrschen. Und solch ein Resultat habe ich heute stehen: Ein Weintraubenbrand (man bemerke das ist kein Weinbrand!) von Andreas Hecker aus einer kleinen Brennerei im Schwarzwald.

Ich selber war leider nicht vor Ort, daher kann ich zur Brennerei nicht viel sagen. Auch die Informationssuche im Internet war nicht vom Erfolg gekrönt. Ich habe auch keine Webseite oder ähnliches gefunden. Allerdings wurden einige Brände von dem Verband Badischer Klein- und Obstbrenner prämiert. Das spricht doch erst mal für die generelle Qualität, nicht wahr?

Was außerdem für diesen Brand spricht ist sein Preis und das Alkoholvolumen. 45% Alkohol wurde ihm spendiert, und das für gerade mal 7€ der halbe Liter. Das ist wirklich günstig und die 45% sollten für einigen Geschmack sorgen. Schmecken wir doch also mal rein.

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Im Test: Champagner Moët & Chandon Brut Impérial

Moët & Chandon

Es gab mal eine Zeit, noch vor den goldenen Zwanzigern, da tranken Marathonläufer während des Rennens Champagner statt Energy Drinks. Das ist kein Scherz, man wusste es halt nicht besser. Damals dachte man, dass der edelste aller Weine, welcher so weltberühmt für seine kleinen Bläschen ist, nicht nur lecker, sondern auch erfrischend und revitalisierend sei.

Heute, rund 100 Jahre später, sieht die Welt ein ganz kleines bisschen anders aus. Champagner wird immer noch getrunken, ja, aber Marathonläufer trinken dann doch meistens isotonische Sportgetränke. Das soll nicht heißen, dass so ein kühles Gläschen nicht einen ungemein positiven Effekt hätte. Dieser aber dient heutzutage eher dem Genuss und nicht mehr dem sportlichen Erfolg.

In der heutigen Zeit ist der Champagner, edel, erhaben und exquisit, das Sinnbild für den vollendeten Genuss. Diese Erwartung wird auch beim Anblick der Flasche Moët & Chandon geweckt, die heute zufällig auf unserem Tisch stand. Hinter der Marke steht der Konzern Moët Hennessy Louis Vuitton (LVMH), welcher auch gleich Marktführer in Sachen Luxusprodukten ist.

Mit Moët & Chandon haben sie einen der bekanntesten Champager im Portfolio, welcher auf Amazon mehrere Bestseller-Listen anführt. Da soll er der beliebteste, der am häufigsten gewünschte sowie der am häufigsten verschenkte Champagner sein. Puh! Grund genug mal reinzuschnüffeln und zu schauen, was er denn so auf den Kasten hat.

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Im Test: Graeger Wildkirschlikör mit Whiskey

Graeger Wildkirschlikör

Eine Sektkelterei kann Spirituosen? Ja, ich war auch überrascht. Ich war auf dem Heimweg, hatte zwei anstrengende Langstreckenflüge hinter mir und schaute auf der Suche nach einem Frühstück kurz im Rewe am Bahnhof des Flughafen Frankfurts vorbei. Dort sah ich im Regal die Brände und Liköre der Sektkelterei Graeger stehen. Durch den Zoll war ich schon und eine Flasche mehr im Gepäck hätte auch noch Platz. Also packen wir was regionales ein, das ist ja im Trend. Zum Beispiel der Graeger Wildkirschlikör mit Irischem Whiskey. Das irischer Whiskey aus der Region kommt, war mir zwar neu aber man lernt ja nie aus. :)

Für 18€ wechselt der halbe Liter den Besitzer. Dafür bekommt man dann auch immerhin einen Likör mit stolzen 30% Alkohol. Zu Hause angekommen wurde er sogleich entkorkt und eingeschenkt.

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Im Test: Hakushu Distiller’s Reserve (Japan)

Hakushu Whisky

Die Konzernwelt der Spirituosen kann man in fünf Global Big Players unterteilen. Einer davon ist der japanische Konzern Suntory. Sie sind zum Beispiel sind nicht nur weltweit mit der Marke Jim Beam aktiv, sondern nebenbei auch der größte japanische Whiskyhersteller. Hakushu ist, neben Yamazaki, die zweite Brennerei in Japan, welche für Suntory Single Malt Whisky herstellt. Leider steht sie immer ein bisschen im Windschatten des doch bekannteren Bruders, der immerhin von Jim Murray die höchste Auszeichnung erhielt.

Wenn man die Whiskybrennereien von Suntory und deren Brennblasen besichtigt, stößt man dort auf eine Besonderheit. Denn sowohl Yamazaki als auch Hakushu besitzen nicht nur eine einzige Bauart von Pot Stills (das ist der korrekte Name der Brennblasen), sondern viele in allerlei Formen und Gestalt. Das ist deshalb besonders, da die Art und Weise, in welcher eine Brennblase gebaut ist, maßgeblich den Geschmack des Whiskys beeinflusst. So wird auf jeder Brennblase ein unterschiedlicher Whiskys hergestellt, jeder mit einem anderen Charakter. Manch einer ist robuster, der andere filigraner, der dritte eventuell fruchtiger und so weiter.

Die Hakushu Distiller’s Reserve, der Whisky um den es heute geht, wurde aus sechs solch verschiedenen Single Malts geblendet. Da alle hierfür benutzten Whiskys aus derselben Brennerei stammmen, darf sich auch das Endprodukt als Single Malt ausgeben. Im Gegensatz zu den Whiskys von Yamazaki wird bei Hakushu dabei die Gerste oft vor dem Brennen geräuchert. Als Resultat haben diese Whiskys immer eine Rauchnote.

Interessant zu wissen ist, dass es auch ungeräucherte Whiskys von Hakushu gibt. Meines Wissens jedoch nach kann man diese nur in der Brennerei vor Ort probieren und nicht käuflich erwerben.

Auch bei Hakushu tritt das Problem auf, dass die Lager langsam leer und alte Whiskys Mangelware sind. So steigen die Preise gerade für die Whiskys, welche noch ein Alter tragen. So hat sich Suntory dazu entschlossen eine „Distiller’s Reserve“ auf den Markt zu bringen. Dabei werden älteren Destillaten jüngere beigemischt. Der so entstandene Whisky trägt folglich keine Altersangabe und soll vor allem die Lager entlasten. Und genau so eine Flasche habe ich heute offen. Schmecken wir mal rein, wie das Einsteigerprodukt aus der Hakushu Brennerei in Japan schmeckt.

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Im Test: Nikka Yoichi Single Malt (Japanischer Whisky)

Yoichi Whisky

Wenn man auf japanischen Whisky schaut, denken wohl die ersten an Yamazaki und an die Whiskys von Suntory. Das kann man ihnen nicht verdenken, Suntory ist ein Global Player und einer der größten Spirituosenhersteller der Welt. Aber auch im Schatten der Riesen kann die Konkurrenz gedeihen, denn allein in Japan wird die Whiskywelt nicht nur von Suntory beherrscht.

Nikka ist (nach Suntory) einer der größten Whiskyhersteller in Japan und auch hierzulande geläufig. Am bekanntesten ist Nikka wohl für ihre Blends, gleich dahinter kommen ihre Single Malts. Der heutige Whisky ist die Standardabfüllung aus der Yoichi Brennerei (gehört ebenfalls zu Nikka) aus dem gleichnamigen Dorf Yoichi, gelegen im hohen Norden auf Hokkaido.

Die Brennerei Yoichi und damit auch die Firma Nikka wurde 1934 von dem Japaner Masataka Taketsuru gegründet. Taketsuru half zuerst dem heutigen Suntory die erste Whiskybrennerei in ganz Japan überhaupt zu gründen, bevor er sich dann in Yoichi selbstständig machte. So ist Taketsuru, der das Handerk natürlich in Schottland lernte, damit nicht nur der Gründungsvater von Nikka und Yoichi, sondern auch der gesamten japanischen Whiskyindustrie.

Leider hat auch Nikka nicht unendlich viele alte Whiskys auf Lager. So werden auch sie gezwungen den Mangel an älteren Destillaten durch das Beimischen von jüngerem Whisky auszugleichen. Als Resultat gibt es dann Whiskys wie diese, welche ohne Altersangabe auf den Markt geworfen werden. Diese Flasche mit 180 Millimeter Inhalt brachte ich mir aus meinem letzten Urlaub in Japan mit. Schmecken wir doch mal rein, was Nikka so auf den Kasten hat.

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